Brandschäden

Die Sanierung von Brandschäden sollte auf Basis der „Richtlinie zur Brandschaden-sanierung“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (VdS) erfolgen. Weiterhin sind die relevanten technischen Richtlinien für Gefahrstoffe (TRGS) und berufsgenossenschaftlichen Regeln (BGR) zu beachten.

Brandschäden - Fa. Walter AG, Deutschland 2006
Brandschaden in Tübingen, Deutschland 2006

Wohnungs- und Bürobrände

Bei einem Wohnungs- oder Bürobrand können aufgrund der großen Zahl an unterschiedlichen Baumaterialien eine Vielzahl von brandbedingten Schadstoffen wie z. B. HCl, HBr, PAK, PCB und PXDD entstehen.
Diese zum Teil für den Menschen gesundheitsschädlichen Gefahrstoffe sind unter anderem für das Vorhandensein von störenden Brandgerüchen verantwortlich.
Durch das Brandereignis freigesetzte Halogenwasserstoffe wie z. B. HCl können zement- und kalkgebundene Baustoffe sowie die unter Umständen vorhandene Stahlbewehrung angreifen und somit die mechanische Stabilität der Bausubstanz beeinträchtigen.

Angebotene Leistungen:

Wir bestimmen für Sie die vorliegenden Schadstoffbelastungen und grenzen im Rahmen einer gutachterlichen Stellungnahme die zu sanierenden Bereiche ein. Die Behebung des Brandschadens sollte im Anschluß daran auf Grundlage der von uns erstellten gutachterlichen Stellungnahme durch eine geeignete Sanierungsfirma erfolgen.

Wohnungs- und Bürobrände- Villa bei Augsburg, Deutschland 2005
Villa bei Augsburg, Deutschland 2005

Industriebrände

Bei einem Brandereignis in einer Industrieanlage können je nach Brandbedingungen große Mengen an toxischen Schadstoffen freigesetzt werden.

Beim Abbrand von halogenhaltigen Kunststoffen wie z. B. PVC werden Halogenwasserstoffe (im wesentlichen HCl und HBr) freigesetzt, welche eine Korrosion der im Brandbereich befindlichen metallischen Oberflächen induzieren können.
Vor allem technische Anlagen mit integrierten elektrischen und elektronischen Bauteilen wie z. B. Schalt- und Steuerschränke sind sehr empfindlich bezüglich einer Kontamination mit Halogenwasserstoffen. Selbst kleinste HCl- oder HBr-Konzentrationen auf Platinenoberflächen können zu Funktionsausfällen von ganzen Anlageteilen führen.
Salzsäureinduzierte Korrosionschäden treten abhängig von den äußeren Beding-ungen mit einer gewissen Zeitverzögerung auf.
Durch die schnelle Durchführung von zielgerichteten Erstmaßnahmen ist daher zum Teil eine beträchtliche Reduktion des Schadensvolumens möglich.

Angebotene Leistungen:

Wir führen für Sie eine Ortsbegehung mit integrierter Probenentnahme durch, grenzen für Sie den Schadensbereich ein und erstellen Ihnen zeitnah einen Sofortmaßnahmenkatalog. Weiterhin erarbeiten wir Ihnen als Grundlage für die weiteren Sanierungsmaßnahmen ein Sanierungskonzept in Form einer gutachterlichen Stellungnahme.

Industriebrände - Industriebrand bei Mannheim, 2006
Industriebrand bei Mannheim, 2006